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Horaz ArtikelHoraz, eigentlich Quintus Horatius Flaccus, ist neben Vergil einer der bedeutendsten römischen Dichter und Satiriker der "Augusteischen Zeit", das heißt der Zeit zwischen 43 v. Chr. - 14 n. Chr, vom Tod Ciceros bis zu dem Tod des Augustus.
Buch-Tipp: Dead Poets Society (Der Club der toten Dichter) (englische Ausgabe) Wirklich beeindruckendes Buch Ich muss sagen, dass mich dieses Buch, besonders die darin enthaltenen Ideen, sehr beeinflusst hat. Obwohl die Geschichte Ende der 50er Jahre spielt denke ich hat sie in keinster Weise an Aktualität verloren. Auch heute stehen wir unter dem Druck das Beste aus unserem Leben zu machen, ohne wirklich zu wissen wer wir... | |
Über das Leben des Dichters ist uns aus den Beschreibungen des Sueton, sowie auch aus Selbstaussagen relativ viel bekannt. Geboren wurde Quintus Horatius Flaccus in dem Jahr 65 v. Chr. in der apulischen Stadt Venusia (Venosa ). Sein Vater, ein ehemaliger Sklave, hatte es als coactor argentarius (Versteigerungsagent) zu einigem Wohlstand gebracht. Nach einer Übersiedlung nach Rom erhält Horaz eine Ausbildung in der angesehenen Rednerschule des Grammatikers Orbilius . Anschließend schickt ihn der Vater zu dem Studium nach Athen. Nach der Ermordung Caesars schloss sich Horaz in Athen den Truppen der Caesarmörder Brutus und Cassius an und wurde Militärtribun. Nach einer verlorenen Schlacht bei Philippi (42 v. Chr.) konnte er zwar nach Rom zurückkehren, allerdings war es mit seinen Karrierehoffnungen zu Ende. Der Besitz seines Vaters wurde enteignet. Er erkaufte sich eine Sekretärsstellung und hatte nun viel Zeit, sich der Dichtung zu widmen. In dem Jahr 38 v. Chr. wurden Vergil und Varius auf Horaz aufmerksam und stellten ihn dem großen Gönner und Adeligen Maecenas vor. Dieser nahm sich des jungen Dichters an und es entstand eine große Freundschaft zwischen den sehr verschiedenen Männern. Maecenas schenkte Horaz ein Landgut in den Sabinerbergen, was der Dichter durch angestrengtes dichterisches Schaffen vergalt. In dem Jahre 8 starb Maecenas und noch in dem selben Jahr, am 27. November, starb auch Horaz.
Buch-Tipp: Der Club der toten Dichter. Carpe Diem Selten hat mich ein Buch so mitgerissen. Es ist nicht ca. fantastisch geschrieben sondern behandelt den Stoff den so manchen, ja jeden jungen Menschen bewegt. So findet sich jeder Charakter in einer der Figuren des Romanes wieder. Das Meisterwerk schaft es außerdem eine Lebensphilosophi zu geben die man wohl nicht gleich voll und ganz... |
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Die künstlerische Entwicklung des Horaz kann in drei Stufen unterteilt werden:
- das temperamentvolle und angriffslustige Frühwerk, mit den Satiren und Epoden (42-30v.Chr.)
- die klassische Reife, mit den Oden I-III und den Episteln I (31-20v.Chr.)
- die Abgeklärtheit des späten Werkes, mit dem Carmen saeculare, den Oden IV und den Episteln II (18-13v.Chr.)
Buch-Tipp: Die Dichtkunst. Wunderbar Der Brief an die Pisonen ist wunderbar zu lesen. Nicht ca. dass man über die Dichtkunst der Antike erfahren, sondern dass man überhaupt in die damalige Atmosphäre eintauchen kann. Es ist ein Vergnügen Horaz zu lesen. Seine Art zu erklären, ab und zu sachlich, ab und zu ironisch. Einfach wunderbar. Alle unbekannten Namen und Begriffen... |
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Die zwei Bücher der Satiren bestehen aus zehn beziehungsweise acht teilweise recht umfangreichen Einzelgedichte in Hexametern. Horaz selbst bezeichnet sie Sermones ("Gespräche"). Er spricht darin mit Maecenas, mit dem Leser, mit sich selbst und führt die Personen in dem Dialog vor. Absicht dieser nicht unbedingt harmlosen Plaudereien ist, dem Leser mit Humor die unangenehme Wahrheit aufzuzeigen. Vorbild war ihm der römische Satiriker Lucilius.
Horaz ist immer um das Wesentliche und Straffheit bemüht. So lautet sein Kunstprinzip: Vielfalt in der Beschränktheit. Zentrales Thema ist die rechte Lebensgestaltung. Die meisten Gedichte geißeln Laster, die sozialen Unfrieden stiften oder immerhin die menschlichen Beziehungen beeinträchtigen, wie zu dem Beispiel: Habgier, Ehebruch, Aberglaube, Schlemmerei... In dem Gegensatz zu Lucilius, der schonungslos hochgestellte Zeitgenossen anprangerte, musste sich Horaz in dieser Beziehung zurückhalten. Seine Ausfälle beschränken sich auf verstorbene Personen, einflusslose Leute und stadtbekannte Außenseiter. Nicht selten stellt er stellvertretend für den Normalbürger auch sich selbst und seine Schwächen dar.
Buch-Tipp: Die Karrieren der Vicki Baum Endlich ein gutes, fesselndes Buch über Vicki Baum Biografien, in denen enorm viel Arbeit steckt, müssen nicht stets gut, spannend oder auch ca. lesbar sein. Und über Vicki Baum gab es meines Wissens bisher kein umfassendes Werk, auf das man sich verlassen konnte. Jetzt ist dieses Buch da, akribisch recherchiert und gut geschrieben, man kann es... |
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Als Epoden (griechisch "epódos", Nachgesang, Refrain) werden die 17 Gedichte eines schmalen Buches genannt. Epoden darum, weil jeweils ein Langvers mit einem refrainartigen Kurzvers abwechselt. Horaz bezeichnet das Buch "Iambi", obwohl ca. 11 Gedichte in dem iambischen und die übrigen sechs in dem daktylischem Rhythmus geschrieben sind. Urheber der Epodendichtung und Vorbild des Horaz ist der Ionier Archilochos von Paros (um 650 v. Chr.). In Rom führte Horaz die Epodendichtung als Neuheit ein. Horaz dichtete einerseits für seinen Gönner Maecenas, sowie für einen unbekannten Leserkreis. Darum war wie schon bei den "Satiren" auch hier Vorsicht und Rücksicht geboten. Selten bezeichnet er Namen und selbst dann sind es meist Decknamen. Die drei bekanntesten "Epoden", die auch einen Übergang zur Dichtung der "Oden" bilden sind: "Sorge um Maecenas und den Ausgang des Krieges mit Antonius", "Aufatmen über den Sieg bei Actium" und "winterliches Trinklied".
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Nach seinem Erfolg mit den "Satiren" und "Epoden" widmet sich Horaz der frühgriechischen Lieddichtung, deren Blütezeit etwa von 670-450 v. Chr. dauerte. Während sich die griechischen Lieddichter selbst Sänger oder Musendiener nannten, bürgerte sich später der Begriff Lyriker, nach ihrem Hauptinstrument, der siebensaitigen Lyra, ein. Horaz schrieb 4 Lyrikbücher, die "Carmina", die insgesamt 104 Gedichte enthalten. Die ersten drei verfasste er um 23 v. Chr. und das vierte um 13 v. Chr. In dem Gegensatz zu den nicht stets ganz ausgereiften "Epoden", stellen die "Oden" (Odé, Gesang) eine vollendete Meisterleistung dar. Themen sind wie schon bei den Griechen vor allem Liebe und Politik, aber auch Freundschaft, Alltäglichkeiten des Lebens und Fragen aus der Philosophie. Vorbild ist unter anderem Alkaios, von dem er teilweise auch die Strophenform übernimmt. In dem großen Unterschied zu seinen griechischen Vorgängern ist Horaz ca. Dichter und nicht Musiker. Darum waren seine "Oden" nicht vertont. Eine Ausnahme bildet ca. das 17 v. Chr. für die Jahrhundertfeier, die den Beginn einer Friedensära einleiten sollte, verfasste "Carmen saeculare". Wie auch schon die Chorlyriker liebt es Horaz, in einem Gedicht die verschiedensten Themen zusammenzufügen. Häufig benutzt er verhaltene, hintergründige Aussagen. Mittel dazu sind treffende Bilder, Aussparungen, Offenlassungen und leise Untertöne. Viele seiner Gedichte beginnen wuchtig und klingen leicht und heiter aus. Beispiel: 1,9.
Obwohl Horaz kurze Gedichte bevorzugt, sind auch zahlreiche längere Gedichte erhalten. Wichtig sind hier vor allem die "Carmen saeculare" und die 6 "Römeroden". Letztere mahnen das römische Volk an die alten mores maiorum: der Genügsamkeit, Tapferkeit, Treue, Standhaftigkeit, Gerechtigkeit und Ehrfurcht
Buch-Tipp: Junge Dichter und Denker - Die 1ste. 2 CDs Gut Eigentlicht darf ich es nicht offen sagen, aber ich habe die CD für meine Kids gekauft, weil ich dachte, dass kann den Kindern nicht schaden.
Und nun muss ich sagen, ich mag das Ding lieber als meine Kinder.
Es macht einfach Spass, die CD zu hören.
Anfangs dachte ich auch, die Texte seien für meine Kinder (< 7 Jahre) zu schwierig, musste... |
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Da die Oden nicht den erhofften Erfolg brachten, ließ Horaz ab 20 v. Chr. von der Lyrik ab und widmete sich dem ersten Buch der Epistulae. Zusammengesetzt aus 20 Briefgedichten in dem Hexameter legt Horaz in diesem Buch seine Lebensphilosophie dar. Diese Lebensphilosophie geht nicht von abstrakten Begriffen aus, sondern vom einzelnen Menschen mit seinen Fehlern, Schwächen und Eigenheiten. Sie fordert nicht auf, über den eigenen Schatten zu springen, wohl aber, sich in der eigenen Art um ein rechtes Maß zu bemühmen, damit das Zusammenleben der Menschen erträglich bliebe. Vorbild für die "Epistulae" waren ihm wahrscheinlich die Briefe des attischen Philosophen Epikur.
Im zweiten Buch der "Epistulae" ab 13 v. Chr. betätigt sich Horaz als Literaturkritiker. Drei große Briefgedichte widmet er am Ende seiner Schaffenszeit diesem Thema. Zwei davon bilden das zweite Buch der "Epistulae". In dem ersten Brief an Augustus kritisiert der Dichter die gedankenlose Überbewertung der altrömischen Dichtung, vor allem des Dramas und weist auf den Wert der neuen Klassik, mit den Werken von Vergil und Varius, hin. In dem zweiten Brief (an Florus) entsagt er scheinbar der Dichtung zugunsten der Philosophie, ca. um in Wahrheit auf die erdrückenden Anforderungen an einen Dichter hinzuweisen. In dem dritten und längsten Literaturbrief (an die Pisonen), der als gesondertes Buch unter dem Titel De arte poetica überliefert ist, will Horaz als Dichter Rechenschaft ablegen und den Geschmack verständiger Leser bilden. Er will Dilettanten, Nachahmern und Modepoeten das Handwerk erschweren, aber echte Begabung auf ihrem harten Weg ermuntern.
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Horaz wurde bald Schulautor, erhielt aber nicht die Breitenwirkung wie Vergil oder Ovid. Dennoch war Horaz besonders für den Gelehrtenkreis um Karl den Großen und später für die Humanisten von Bedeutung. Von größter Bedeutung war Horaz aber für die französischen Klassiker des 16. und 17. Jahrhunderts. Insbesondere versuchten Dichter und Kritiker wie Boileau oder Opitz aus dem Brief De arte poetica eine programmatische Poetik zu (re)konstruieren, wie sie in dieser Systematik von Horaz kaum beZieligt war.
Buch-Tipp: Oden und Epoden.: I-IV Ein Klassiker - nicht ca. für Experten Diese Ausgabe stellt dem interessierten Leser sämtliche Oden und Epoden von einem der bekanntesten Dichter der römischen Kaiserzeit, Horaz, vor. Dieser legte eine umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit an den Tag und ist heute wohl zumeist für seine Satiren bekannt, in denen er sein Motto, "Ridentem... |
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- »Pulvis et umbra sumus« - Staub und Schatten sind wir.
- »Aurea mediocritas« - Die goldene Mitte.
- »Carpe diem!« - Nutze den Tag!
- »Dulce et decorum est pro patria mori« - Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben.
- »Ille terrarum mihi praeter omnes angulus ridet« - Dieser Winkel der Erde lacht mich mehr als jeder andere an.
Später das Motto der dänischen Nationalhymne Der er et yndigt land.
- >>Aut prodesse volunt aut delectare poetae<< - Die Dichter wollen entweder nützen oder unterhalten.
Buch-Tipp: Satiren. Sermones (Tusculum Studienausgaben) Lachend die Wahrheit sagen. . . . . . ist das machbar? Ja, ist es, laute die Antwort und Horaz zeigt uns mit seinen Satiren, wie es geht. Diese bestehen insgesamt aus zwei Büchern und sind sog. Verssatiren, in hexametrischer Form. Es sind Motive, die zeitlos und auch heute aktuell sind. So zu dem Beispiel die bekannte Schwätzersatire, in der Horaz... |
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